> Ratgeber > Besondere Situationen > Der erste Kuss: So wird er zum unvergesslichen Erlebnis

Besondere Situationen

Der erste Kuss: So viel Gefühl auf den Lippen

Als Jugendliche machen wir uns so viele Gedanken um den perfekten Kuss, fiebern ihm entgegen – und werden hoffentlich auch nicht enttäuscht. Der erste Kuss ist etwas ganz besonders, und das immer wieder. Denn auch der erste Kuss nach einer längeren Single-Zeit, der erste Kuss nach einer schweren Trennung – all das sind „erste Male“. Schon ist die Sorge wieder da, die Aufregung und die Hoffnung, sich direkt wieder zu verlieben. Mit nur einem Kuss.

erste kuss © iStock

Ganz nüchtern betrachtet ist ein Kuss etwas, bei dem in der Regel zwei Lippenpaare aufeinandertreffen und Speichel ausgetauscht wird. Für unsere hochkomplexe Biochemie ist das der perfekte Moment, um das Gegenüber durchzuchecken: Wie sieht es mit der genetischen Basis aus, ist der Kusspartner auch wirklich perfekt für den möglichen gemeinsamen Nachwuchs geeignet, ist er gesund und fit? Im Gehirn zündet derweil ein Feuerwerk an Hormonen; Serotonin, Adrenalin und Oxytocin sowieso Endorphine werden durch den intensiven Haut- und Körperkontakt freigesetzt. Die Sinne sind angeregt, indem wir schmecken, riechen, sehen, hören und fühlen. Das alles zusammen macht – wenn die Genetik auch noch passt – so viel Lust auf mehr.

Und wenn es nicht passt? Dann ist für gut 60 Prozent der Küssenden schon nach dem ersten Kuss Schluss. Untersucht hat das der amerikanische Psychologe Gordon Gallup (Studie).

Wobei Männer tendenziell eher aufs Küssen verzichten als Frauen. Gut 50 Prozent könnten sich sogar Sex ganz ohne Küssen vorstellen – bei Frauen waren es nur 20 Prozent. In einer Studie unter amerikanischen Collegestudenten fand Dr. Gordon Gallup außerdem heraus, dass vor allem Frauen den Kuss speziell für eine Sache nutzen: Um den Status der Beziehung zu prüfen und zu festigen. Flüchtige Küsse ohne Gefühl oder gar verweigerte Küsse führten zum Hinterfragen der Beziehung – bis hin zum Streit.

Der perfekte Kuss: Worauf es beim Küssen wirklich ankommt

Den perfekten Kuss gibt es gar nicht. Jedenfalls nicht für alle und jederzeit. Stattdessen sind Küsse etwas, das individuell zwischen zwei Menschen passiert. Und auch wenn in der letzten Beziehung das Küssen eher Randerscheinung war, kann sich das beim nächsten Herzensmenschen ganz schnell ändern. Damit ist es immer „der erste Kuss“ und etwas Nervosität davor ist völlig normal. Ein paar Punkte kann man dabei im Auge behalten, um sich selbst Sicherheit zu geben:

• Der perfekte Ort:
Der ist dort, wo man sich mit dem Date wohl und sicher fühlt. Ob das nun klassisch vor der Haustür nach einem wundervoll romantischen Date ist oder in 3.000 Metern Höhe beim Action-Dating? Stimmt die Chemie und sind die Signale eindeutig, dann ist es für dieses Paar in diesem Moment der perfekte Ort! Allerdings haben Forscher auch entdeckt, dass man nach besonders aufregenden Erlebnissen den Adrenalinüberschwang auch gerne mal zum küssen nutzt. Nach einem gemeinsamen Klettermarathon oder Rafting-Tour wirkt das Date dann automatisch attraktiver – und ein Kuss umso verlockender.

• Der perfekte Moment:
Erst nach dem zweiten Date – oder direkt nach dem ersten? Lieber sachte mit Wangenküssen vortasten oder direkt mit Zunge aufs Ganze gehen? Der perfekte Zeitpunkt hängt auch davon ab, welchen Stellenwert das Küssen für beide Partner einnimmt. Geht man beim Dating eher rational vor, wäre ein möglichst früher Kuss sinnvoll. Immerhin weiß man dann gleich, ob es auch auf der körperlichen Ebene funktioniert – oder nicht. Schüchterne und zurückhaltende haben oft Sorge, den idealen Moment zu verpassen. Aber keine Sorge – wer es schafft, wenigstens kurz den Kopf auszuschalten, kann den Moment gar nicht verfehlen. Die leise geflüsterte Ankündigung: „Ich möchte dich jetzt gern küssen!“ schafft zusätzliche Sicherheit. Wäre es völlig unpassend, kann sich das Gegenüber rechtzeitig zurückziehen.

• Die perfekte Haltung:
Wohin mit den Händen, den Füßen, wie viel Abstand zwischen ihr und ihm ist angebracht und überhaupt – wer darf wo anfassen? Beim ersten Kuss überhaupt ist weniger mehr, sonst fühlt sich womöglich jemand bedrängt. Die Hände ganz locker auf die Hüften des anderen gelegt, etwas Abstand voneinander in der Körpermitte lässt Luft und Raum für den Moment. Überzeugt der Kuss, kann man sich dichter aneinanderdrängen, die Hände um den Nacken schlingen oder an die Wangen des Dates legen. Aus dem ersten zarten Kuss wird dann schnell ein leidenschaftliches und intensives Erlebnis.

Der passende Leitspruch für den ersten Kuss unter Verliebten wäre wohl: „Was fühlt sich jetzt gerade am Besten an?“

Kleine Kusskunde: Von Schmetterlings- und Nackenküssen

erste kuss © iStock

Spätestens seit dem Erfolg von „50 Shades of Grey“ ist die erotische Wucht von dominanten Nackenküssen in der Welt angekommen. Klassische Kussszenen wie der berühmt-berüchtigte Filmkuss in „Vom Winde verweht“ oder die leidenschaftlichen Momente zwischen Baby und Jonny in „Dirty Dancing“ stellen den Zungenkuss in den Mittelpunkt. Dabei gibt es doch noch so viel mehr!

• Handkuss
Er drückt Verehrung und Anbietung aus und gilt als Teil der alten Etikette, bei der Frauen noch knicksten und Männer sie vor allem aus der Ferne verehrten. Heuer wird er als altmodisch betrachtet und kommt nur noch selten zum Einsatz.

• Schmetterlingskuss
Ganz nahe sind sich die Liebenden für diese Art von Kuss. Die Wimpern streicheln das Gegenüber – entweder Wimper an Wimper mit heftigen Flatterbewegungen, oder ganz zart über Wange, Stirn und Lippe. Diese Art des Küssens findet sich vor allem bei Paaren, die schon lange zusammen glücklich sind und ihre Intimität auf unterschiedliche Arten ausleben.

• Inuit-Kuss
Frei nach den Ureinwohnern der arktischen Weiten werden hier ausschließlich die Nasen aneinander gerieben. Die Inuit setzten den Nasenkuss vor allem auf freundschaftlicher und vertrauter Ebene ein, sodass sich auch Freunde und Familienangehörige auf diese Weise begrüßen. In unseren Breiten ist eine intime Form des Kusses, die seltener praktiziert wird.

• Flüsterkuss
Jetzt wird es erotisch. Denn diese sachte auf Wangen, Nasenspitzen oder Lippen verteilten Küsse sind mit verführerischen Liebesbotschaften vermengt, die der- oder demjenigen zugeflüstert werden. Es ist intim und sehr verführerisch, eignet sich aber kaum für den allerersten Kuss beim ersten Treffen. Länger ineinander Verliebte dagegen können von den gehauchten Liebesbotschaften kaum genug bekommen.

• Wangenkuss
Vorsichtige Küsse auf die Wange sind im Alltag gut vertreten, je nach Nationalität gehören sie wieder Handschlag zum guten Ton bei der Begrüßung oder Verabschiedung. Beim Dating ist ein Wangenkuss eine gute Basis für das nächste Treffen. Wangenküsse signalisieren Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit. Ist der Kuss gut zu hören und erfolgt betont beiläufig, könnte es aber auch gut mit dem unbewussten Versuch des Revier-absteckens zu tun haben. Gerade Partner neigen dazu, bei scheinbar zu dicht aufrückenden Bekannten der Liebsten deutlich schallende Wangenküsse aufzudrücken.

• Stirnkuss
Er gilt als einer der Anzeichen dafür, dass ein Mann es mit seiner Liebsten auch wirklich ernst meint. Der Stirnkuss ist eine recht intime Geste, die tiefe Zuneigung und Vertrautheit miteinander ausdrückt. Typischerweise verteilen Partner diese Art der Küsse in einem Stadium der Beziehung, in den man sich bereits gut kennt, sich intensiv liebt – und sich miteinander ganz und gar wohlfühlt.

• Nackenkuss
Hals und Nacken sind erotische Zonen, denen gar nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet werden kann. Gleichzeitig begibt sich der Küssende in eine dominante Position – denn Hals und Nacken sind zugleich besonders empfindlich und etwas, das wir normalerweise gut schützen. Ob gehaucht, getupft oder garniert mit zarten bis festen Bissen: Der Nackenkuss ist hoch erotisch und je nach Pärchen etwas, das durchaus nur innerhalb der eigenen vier Wände praktiziert wird.

Bei alldem darf der Zungenkuss nicht zu kurz kommen. Immerhin gilt er als Vorstufe zum Vorspiel und spielt eine wichtige Rolle dabei, die Bindung zwischen Paaren zu festigen. Techniken und Vorschläge für den perfekten Zungenkuss gibt es ganz viele. Für die ersten Male mit der oder dem Liebsten sind diese hier ganz hilfreich:

  1. Langsam herantasten: Lieber sanft und langsam starten, um niemanden zu überrumpeln und sich erst anhand der Reaktionen des Dates leidenschaftlich steigern!
  2. Atmen nicht vergessen: Zwischendurch kurz Luft zu holen, ist wichtig! Wer sich eine kurze Pause gönnen möchte, kann sich beim durchatmen gut den nahen erotischen Zonen widmen – Kinnpartie, Ohrläppchen und Hals.
  3. Die Mitte finden: Zungenküsse sind bei jedem unterschiedlich. Zwischen zarten und verspielten Stupsen bis zum echten Zungenduell ist alles erlaubt. Wichtig ist dabei, sich auf den jeweiligen Partner einzustellen und trotz aller Leidenschaft genau zu erspüren, was gut ankommt – und was zum zurückweichen führt.
     

Ein frischer Atem ist beim Küssen ebenso hilfreich wie es entweder kussfester Lippenstift oder der Verzicht auf selbigen ist. So anziehend glänzend geschminkte Lippen sein können – klebrige Lippenstiftreste auf Zähnen, Zunge und den Lippen des anderen zu hinterlassen ist nur bedingt erotisch.

Im besten Falle sind Küsse eine Gelegenheit, die oder den neuen Liebsten mit allen Sinnen kennenzulernen, zu erforschen – und sich aneinander zu binden.

In Beziehungen hat sich herausgestellt, dass vor allem die Kusshäufigkeit ein gutes Indiz dafür darstellt, ob ein paar zufrieden und glücklich miteinander ist. Häufig küssende Paare sind tendenziell glücklicher, ihre Partnerschaft ist stabiler. Anders als von den untersuchenden Wissenschaftlern erwartet, hat das wenig mit der Häufigkeit zu tun, mit denen diese Paare Sex hatten.

Küsse sind intimer als Sex und wer diese Intimität mit dem Herzensmenschen häufig teilt, schafft ein enges und belastbares Band das auch durch stressige Zeiten hindurch trägt.

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